top of page

Innovative Veranstaltungsformate: Kreative Konferenzen & Workshops

  • Autorenbild: Linda
    Linda
  • 10. Aug. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Dez. 2025


Zwei Hände formen ein Gefäß auf einer Töpferscheibe.
Formate sind vor allem eins: formbar.

Warum klassische Veranstaltungsformate in NGOs und Verwaltungen oft nicht funktionieren


Letztens war ich seit langer Zeit mal wieder auf einer Konferenz. Als introvertierte „Drinnie“ sind Konferenzen meistens ziemlich unangenehm für mich. Die Themen waren allerdings spannend und ich dachte, dass etwas Netzwerken als Freiberuflerin nicht schaden kann. Also packte ich meine frischgedruckten Visitenkarten ein und radelte hin.

 

Vor Ort gab es einlaminierte Namensschildchen, weiße Männer in smarten Anzügen und eine „Session“ nach der anderen. Für manche Personen war die Konferenz bestimmt eine gute Erfahrung. Ich aber hatte nach fünf Stunden Druckbetankung mit Filterkaffee und glänzenden Selbstdarstellungen Kopfschmerzen und war wahnsinnig müde. Dabei waren viele tolle Leute dort, mit denen ich mich gerne mehr ausgetauscht und von ihnen gelernt hätte.



Innovative Veranstaltungsformate: Mehr Partizipation und Wirkung für wichtige Projekte


Das bringt mich zu dem Schluss: Wir brauchen mehr Mut und Kreativität für Formate, die zu den aktuellen Herausforderungen und der Vielfalt der (potenziellen) Teilnehmer*innen passen.


Denn Formate sind vor allem eins: formbar. Sie heißen schließlich nicht Fixate. 

 

Das Gute ist: Niemand muss das Rad neu erfinden und manchmal machen die kleinsten Veränderungen schon einen großen Unterschied.


Hier sind vier Fragen, die zum Nachdenken anregen:

 

  1. Ziel und Absicht: Was soll die Veranstaltung für Dein Projekt erreichen?


An erster Stelle stehen immer Sinn und Zweck der Veranstaltung. Wozu machst du überhaupt wöchentlich eine Teamsitzung? Warum organisierst du den Workshop oder die Konferenz?


Ist die Absicht klar, ist es leichter zu überlegen, welche Form dazu passt. Wenn du und deine Organisation beweglicher werden wollt, dann geht bei der nächsten Strategiesitzung doch mal spazieren oder wechselt zwischendurch die Sitzplätze.

 

  1. Die richtige Zielgruppe: Wie erreichst Du alle Beteiligten – auch die Stillen?


Formate sollten für Menschen da sein und sich ihrer Vielfalt und ihren Bedarfen anpassen, nicht andersherum. Deshalb ist es wichtig sich bewusst zu machen, für wen das Format in erster Linie gemacht ist.


Ein Beispiel: die Silent Disco von Access Magic, die vor kurzem am Lincoln Center in New York, USA,  stattfand und ein ziemlich zauberhaftes Erlebnis gewesen sein muss. Sie setzte das Musik-Erlebnis gehörloser Menschen konsequent in den Fokus. (EN)

 

  1. Raum und Setting: Wie der Veranstaltungsort die Gruppendynamik beeinflusst


Egal ob digital oder analog, drinnen oder draußen – die Auswahl und der Aufbau des Raumes hat einen großen Einfluss auf die individuelle Erfahrung der Teilnehmer*innen, die Gruppendynamik und das Format insgesamt.


Das habe ich selbst letztes Jahr bei einer meiner Veranstaltungen erlebt. Dort fanden Teilnehmer*innen die aufgebaute „Fishbowl“ unangebracht. Deshalb änderten wir spontan das Format und machten im großen Kreis weiter – ein super wichtiger Moment für die Veranstaltung! 

 

  1. Klare Regeln, mehr Freiheit: Wie Du mit einfachen Strukturen bessere Ergebnisse erzielst


Regeln sind für manche ein Reizwort. Sie sind trotzdem extrem wichtig, damit ein Format gelingt – egal ob Teamsitzung, Klausurtagung oder Netzwerktreffen. Viele Formate bringen sogar schon verinnerlichte Regeln mit sich.

 

Aber Regeln können umgeschrieben werden. Sie können sogar befreiend sein und Spaß machen! Wie wär’s z.B. mal mit einem Workshop ganz ohne Handy? Weitere Beispiele findest du im letzten Newsletter von Priya Parker und ihrem Buch (EN). Besonders, um Menschen mit Diskriminierungserfahrung einen sicheren Rahmen zu bieten, habe ich Verhaltenskodexe oder Konversationsprinzipien schätzen gelernt. Eine feministische Vorlage aus der Geek-Welt findest du z.B. hier für Konferenzformate.  

 


Fazit: Mit kleinen Änderungen große Wirkung erzielen – So startest Du direkt:


👀 Wie erlebst du die nächsten Formate, die du besuchst? 

 

✨Wie könnte ein Format aussehen, das zu dem passt, was du, dein Team und die Welt gerade brauchen? 


Schreib mir an info@lindaweichlein.com.





Dieser Text wurde zuerst in meinem Newsletter messy projects, Ausgabe 3 am 11.08.2023 veröffentlicht. Du willst meinen kompletten Newsletter einmal im Quartal erhalten? Dann melde dich hier an:




Habe ich etwas wichtiges vergessen oder nicht gut dargestellt? Worüber sollte ich (mehr) schreiben? Bitte immer her mit deinen Kommentaren, Anregungen und Kritik: info@lindaweichlein.com 

 
 
 

Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.
bottom of page